Die Geschichte hinter der Geschichte

DGhdG – Der weggelassene Traum

Dieser „Die Geschichte hinter der Geschichte“-Beitrag gehört zur Kurzgeschichte „Der weggelassene Traum“.

Die Hauptperson der Geschichte möchte unbedingt Musical-Darstellerin werden. (Damit ich nicht dauernd „Hauptperson“ schreiben muss, nenne ich sie jetzt einfach mal Hannah, aber das könnte jeder andere Name sein, auch ihr könnt euch vielleicht in der Geschichte wiederfinden.)

Dafür hat sie prima Voraussetzungen: Sie tanzt und singt schon seit langer Zeit. Außerdem hat sie Schauspielunterricht genommen, bevor sie für einige Work and Travel-Monate nach Australien geflogen ist. Selbst weit weg von Zuhause hat sie weitergesungen und Tanzkurse belegt, um besser zu werden.

Doch kaum ist Hannah zurück zu Hause, bekommt sie Gegenwind. Ein Berater bei einem Berufsberatungsgespräch, ihre Eltern, ihr Bruder und eine gute Freundin, mit der sie regelmäßig joggen geht, alle raten ihr davon ab, sich für den Beruf der Musical-Darstellerin zu entscheiden.

Daran, dass ihre Bullet Journal-Einträge immer schmuckloser und knapper werden, könnt ihr merken, dass Hannah ziemlich geknickt ist. Denn leider ist sie sich trotz der Zeit im Ausland (wie viele von uns) ihrer Stärken nicht richtig bewusst. Aber sie nimmt sich trotzdem vor, sich für die Aufnahmeprüfung zu bewerben.

Doch dann hat sie die Möglichkeit, mit Cleo zu reden, die gerade eine Musical-Schule besucht und stellt fest, dass Cleo sehr talentiert ist. Hannahs Selbstbewusstsein ist sowieso schon angeknackst, weil niemand an sie zu glauben scheint. Aber jetzt vergleicht sie sich auch noch mit Cleo und bezweifelt, je so gut werden zu können wie sie.

Am Ende knickt Hannah unter dem Druck ihrer Familie und ihrer Selbstzweifel ein und entscheidet sich für eine Ausbildung zur Bankkauffrau, weil sie Zahlen auch ganz gerne mag.

Ob sie mit dieser Entscheidung glücklich werden wird, bleibt eurer Fantasie überlassen.

Mit dieser Geschichte möchte ich euch zeigen, wie schnell manche ihre Träume abschreiben, sobald sie Gegenwind von anderen bekommen.
Sowas macht mich unheimlich traurig! Denn ich selbst habe das auch schon getan und habe Träume aufgegeben, weil andere meinten, ich könnte das nicht schaffen.

Doch ich finde, wenn wir im Herzen spüren, dass wir auf dem richtigen Weg sind, sollten wir zumindest probieren, unsere Träume zu verwirklichen. ♥
Wenn wir dann feststellen, dass es tatsächlich der falsche Weg war, können wir uns ja immer noch neu orientieren. Aber dann haben wir wenigstens Klarheit und fragen uns nicht unser Leben lang, was gewesen wäre, wenn wir uns doch getraut hätten, den ersten Schritt zu gehen.

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